Dr.med.H.H.Bieber & W. Armbrust
Malaria
Bevorzugt in der Dämmerung und in der Nacht ist die Stechmücke (Anopheles) aktiv. Mit dem Stich kann sie die Erreger der Malaria auf uns Menschen übertragen. erst einmal im Blut des Menschen angelangt beginnt ein mehrstufiger Zyklus der Malariaerreger. Sie befallen Leber und Blutzellen und führen in einem Entwicklungsstadium zu einem Platzen der roten Blutkörperchen und zu dem charakteristischen Fieber. Eine Behandlung kommt daher nur mit starken Medikamenten die die Erreger im Blut zerstören in Frage. Als Prophylaxe wird daher schon das Medikament eingenommen bevor ein Aufenthalt in einem Malariagebiet stattfindet.
   
Fälschlicherweise wird immer noch angenommen bei der Malariaprophylaxe handle es sich um eine Impfung es ist jedoch eine vorsorgliche Therapie bei einer etwaigen Infektion. Bei der Wahl des Medikamentes entscheidet die Resistenzlage des jeweiligen Urlaubortes und die Vorerkrankungen des Reisenden.
 
Es besteht die Möglichkeit das Medikament als Prophylaxe d.h. schon vor dem Urlaub und meist bis Wochen nach dem Urlaub zu nehmen, oder als Stand by d.h. nur im Verdachtsfall bei Fieber einzunehmen. Die Symptome einer Malariainfektion sind Fieber und grippeähnliche Symptome, manchmal Durchfall. Es kann dabei sehr schnell zu einer Verschlechterung kommen so daß dringend eine Blutentnahme und die stationäre Behandlung angestrebt werden sollte. Der Verdachtsfall einer Malaria sollte als Notfall behandelt werden !!
Wichtig sei noch mal erwähnt: der beste Schutz ist immer noch der Schutz vorm Mückenstich.!!